Porsche 964

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Der 911er Porsche ist eine eigene Klasse für sich, werden wohl gerade eingefleischte Porschefahrer bestätigen. 2013 feierte der deutsche Sportwagen aus Stuttgart Zuffenhausen dann auch sein 50-jähriges Bestehen. Am auffälligsten dabei ist, dass der 911er in seiner optischen Erscheinung nahezu unverändert blieb. Nahezu, weil natürlich auch der Porsche 911 mit der Zeit geht. Betrachtet unter diesem Aspekt ist die dritte Generation, der Porsche 911 964 für viele der letzte wahre 911, weil dessen Nachfolger, der 993er schon deutlich flachere Scheinwerfer und Frontkotflügel besitzt.

- Porsche 911 996 -
Außerdem der letzte wahre 911er, denn auch, was die Ausstattung anging, wurde der Porsche 911 in den nachfolgenden Generationen immer kommerzieller – wie einige Fachjournalisten schrieben “weich gespült”. Dennoch, wer sich für einen der heute immer noch begehrten 964er entscheiden will, sollte einige Besonderheiten beim Kauf des Stuttgarter Sportwagens beachten.

Porsche 964: nach 25 Jahren Porsche 911 eine umfassende Neukonzipierung:

Der Porsche 964 wurde fast schon aus der Not heraus geboren bzw. konstruiert. Sein Vorgänger, der 911er G, basierte noch weitgehend auf dem Ur-911er aus dem Jahr 1963. Die bestehende Technik wurde lediglich weiter verbessert. Doch irgendwann sind hier die Grenzen erreicht. Die bis dahin geltenden Vorlieben eines 911er Fahrers zählten ebenfalls nicht mehr. Ein Porsche 911 bedeutete spartanischen Fahrspaß, allerdings mit einem echten Kraftwerk unter der Haube – und wer mehr Luxus für sein Geld haben wollte, musste ein paar Häuserblocks weiter einen gediegenen Mercedes SL ordern.

Das war also ebenfalls nicht mehr zeitgemäß, etwas Komfort musste demnach ebenso Einzug halten bei dem herausragenden deutschen Sportwagen. Das, was den 964er also mit seinem Vorgänger vereinte, war das nahezu unveränderte Interieur und die typische 911er Karosserie. Alles andere wurde radikal erneuert. Dazu bedienten sich die Stuttgarter Ingenieure des 1986 präsentierten Supersportwagens Porsche 959. Die Technologie dieses zu jener Zeit schnellsten Seriensportwagens war die Ausgangsbasis für den 1988 erschienenen Porsche 964.

Unter der Haube ein neuer Sportwagen

Auf den ersten Blick gab es an der Karosserie (zum Glück) kaum Veränderungen, denn gerade die ist es ja, die einen echten Porsche 911 ausmacht. Noch besser ersichtlich wird das an der Unternehmenspolitik Porsches, neue Modelle nach der internen Entwicklungsnummer zu benennen, wobei der 911er eigentlich ein 901er geworden wäre, hätte nicht Peugeot dieses Kürzel gesichert. Den nun neuen Sportwagen als Porsche 964 einzuführen, ging nicht, zu sehr hatte sich der 911er in das kollektive Gedächtnis der Verbraucher eingebrannt. Und so fielen insbesondere die optischen Änderungen moderat aus.

Am auffälligsten ist wohl noch die nun mit dem Heck eine Einheit bildende, schräge Heckleuchtenblende. Für eingefleischte 911er Fahrer kommen noch die vergrößerten Stoßfänger hinzu, die damals zu Unrecht kritisiert wurden. Aus heutiger Sicht war es nämlich die richtige Entscheidung, wirkt der 964 doch selbst heute modern und zeitgemäß. Insofern war der 964er seiner Epoche um Autogenerationen voraus. Dafür fielen die technischen Neuerungen umso intensiver und drastischer aus.

Mehr und moderne Ausstattung für den neuen Porsche 911 hieß die Devise

Im Heck leistete zwar noch immer ein luftgekühlter Boxermotor seine Dienste, allerdings wurden Zündung und Einspritzung mithilfe des 959ers modernisiert. Der neue Motor hatte nun auch mit 3,6 Liter Hubraum 400 ccm mehr Volumen und war nicht nur sparsamer, sondern zog in der Geschwindigkeit mit dem Turbo-911er des G-Modells gleichauf. Wer nicht auf ein Automatikgetriebe verzichten wollte, erhielt die völlig neu entwickelte Tiptronic, die auch heute noch zuverlässig ihre Dienste verrichtet. Der massivste Eingriff erfolgte dann wohl am Fahrwerk.

Die bislang verwendeten Drehstabfedern mussten einem Gewindefahrwerk mit McPherson-Federbeinen weichen. Doch Vorsicht! Das Schraubfahrwerk diente nicht dem Einstellen der Tieferlegung, wozu es jedoch oftmals missbraucht wurde. Vielmehr sollte damit die Radlast optimal eingestellt werden. Außerdem kam nun eine serienmäßige Servolenkung hinzu, ABS war jetzt ebenso in der Grundausstattung inbegriffen. Mit der Modellpflege kamen die bis dahin zur Sonderausstattung zählenden Airbags für Fahrer und Beifahrer hinzu. Einzig der 911 RS musste ohne auskommen. Zu diesem Zeitpunkt kam auch der Turbo-911er zur Modellpalette hinzu.

Die einzelnen Modelle aus der Baureihe 964

Die einzelnen Modelle waren sehr übersichtlich gestaltet. Erhältliche Bauformen waren Coupé, Cabriolet und Targa. Das erste Modell war ein Allrad-911er, der Carrera 4, denn parallel wurde noch der G als 3,2 L Carrera angeboten. Dieser wurde später durch den Carrera 2 mit reinem Heckantrieb ersetzt. 1993 kam noch ein 911 Speedster hinzu, der auf dem Carrera 2 Cabriolet aufbaute. Diese Baureihe blieb auf unter tausend Einheiten begrenzt. Eine sehr strenge Limitierung erfuhr der Turbo-911 im Look eines Werks-Turbos.

Für den Turbo kam übrigens der Motor aus dem 930er zum Einsatz. Daneben baute Porsche wie schon beim Vorgänger etliche Jubiläums- und Sondermodelle. Dazu gehörte die “30 Jahre 911″-Edition. Auf der Hutablage finden sich zwei Plaketten, eine davon zeigt die fortlaufende Nummer des Modells der auf 911 Stück limitierten Auflage. Ab 1990 gab es noch eine reine Rennversion mit dem 911er Cup. 1993 baute Porsche eine weitere Rennsportversion, den 911 Carrera RS 3.8, der 90 mal produziert wurde. Ein weiterer RS ist der 911 Carrera RS America, von dem es 701 Fahrzeuge gab.

Die Kinderkrankheiten und Schwachpunkte vom Porsche 964

Bei einer solch grundlegenden Neukonzipierung können Kinderkrankheiten natürlich nicht ausbleiben. Es gab es bis zur Modellpflege ab 1990/1991 zwei besonders hervorstechende Probleme beim Porsche 964. So bekam der 964er eine Doppelzündung, der zweite Zündverteiler wird mittels eines Steuerriemens (Zahnriemen) angetrieben. Durch Überhitzung neigte der zum Reißen, was einen Motorschaden nach sich zieht. Daher wurde eine Belüftung nachgerüstet.

Ansonsten ist das Triebwerk sehr zuverlässig. Da es ein luftgekühlter Boxer ist, ist leichtes Ölschwitzen normal, große Undichtigkeiten bedeuten jedoch einen aufwendigen Instandsetzungsaufwand. Zwischen Getriebe und Motor findet sich ein Zweimassenschwungrad. Auch das entwickelten die Stuttgarter neu. Die erste Version von der Firma Freudenberg erwies sich als extrem verschleißanfällig und wurde daher bei vielen 964ern durch ein Schwungrad von LuK ersetzt. Ansonsten hielten sich die Probleme überraschend in Grenzen. Beim Kauf eines gebrauchten Porsche 964 gibt es dennoch noch ein paar Punkte, die berücksichtigt werden sollte.

Der Porsche 964 geht immerhin schon auf die 30 zu

Die Wartung des Sportwagens ist außerordentlich wichtig, beim Porsche Vertragshändler war sie jedoch schon immer eine kostspielige Angelegenheit. Daher ist es umso wichtiger, dass ein 964er ein lückenlos geführtes Kundendienstbuch besitzt. Die Kilometerleistung rückt dabei deutlich in den Hintergrund, denn ein vorbildlich gewarteter 986er Motor kann mühelos 500.000 km erreichen, ein ungepflegter 911er mit unter 100.000 km hingegen eine Großbaustelle bedeuten. Außerdem sind die Kilometerstände bei vielen 911ern nicht wirklich zuverlässig, da hier schon mal gerne an der Uhr gedreht wurde, um zusätzliche Zahlungen an ein Leasing-Unternehmen durch überschrittene Kilometerleistungen zu umgehen.

Ein weiteres Problem, das sich einstellen kann, womit man als Porschefahrer dieser Modellgenration aber leben muss, ist eindringende Feuchtigkeit. Die kann die Instrumente betreffen, aber auch im vorne liegenden Kofferraum um sich greifen. Hier ist auch das ABS-Steuergerät, das Korrosionsschäden aufweisen kann. Das zu überprüfen ist wichtig, denn es handelt sich um ein richtig teures Bauteil. Darüber hinaus können sich die Bremssättel festsetzen. Beim Turbo gilt es noch den Turbolader zu überprüfen. Außerdem, wie bereits erwähnt, wurden die Schraubfedern des Fahrwerks oft zum Tieferlegen missbraucht. Das kann die Fahreigenschaften dramatisch beeinflussen.

Unfälle, Unterboden und Antriebsstrang beim 911er

Unfallschäden lassen sich relativ leicht an den Stehwänden vom Motorraum und Kofferraum erkennen. Sind hier Verformungen zu sehen, spricht das für einen Unfall. Rost spielt in diesem Zusammenhang übrigens nur dann eine Rolle, wenn ein Unfallschaden nicht fachmännisch behoben wurde, denn die Karosserie des Porsche 986 ist vollverzinkt. Ebenso sollte der Unterboden gut untersucht werden, denn der tief liegende Sportwagen ist hier gut für so manches Aufsetzen. Auch die aus aerodynamischen Gründen montierte Unterbodenvollverkleidung sollte auf die Vollständigkeit überprüft werden.

Zwar lässt sich durch die Verkleidung nicht gut erkennen, wie es mit Ölverlust am Getriebe aussieht. Doch wenn die Getriebe (Tiptronic wie auch Schalter) regelmäßig gewartet wurden, ist nicht mit bösen Überraschungen zu rechnen. Jedoch ist sehr wohl zwischen Cabriolet und Coupé sowie Targa zu unterscheiden. Besonders das Coupé dürfte bei vielen Besitzern öfter bis ans Limit gebracht worden sein, das Cabrio hingegen war von Anfang an ein Schönwetter-Porsche zum gemütlichen Cruisen. Dafür sollte beim Cabrio auf den Zustand des Verdecks geachtet werden, sollen hier bald anstehende Kosten vermieden werden. Auch die Verwindungssteife sollte überprüft werden.

Der Porsche 964 fordert auch heute noch seinen Tribut

Wie bei vielen Gebrauchten, die in den Bereich Youngtimer und Oldtimer kommen bzw. schon sind, handelt es sich nicht um Neufahrzeuge. Nur dass der Unterhalt eines 911ers nicht mit dem eines Golfs zu vergleichen ist. Das ist der Preis, den die Exklusivität eines reinrassigen Sportwagens mit sich bringt. Die Auswahl an sehr gut erhaltenen und gepflegten 911ern der Baureihe 964 ist jedoch immer noch als sehr gut anzusehen. Allerdings sollte vor dem Kauf bei der Besichtigung stets ein Profi dabei sein, der mit dem 964er vertraut ist. Gerne können Sie unsere Dienste in diesem Zusammenhang beanspruchen, wenn Sie einen Porsche 911 in und um Berlin kaufen wollen.

Wir sind für Sie da mit unserer freien Porsche-Werkstatt in Berlin

Unsere Spandauer Werkstatt ist in die Bereiche Mechanik bzw. Mechatronik sowie Karosseriebau und Autolackiererei unterteilt. Wir sind natürlich entsprechend zertifiziert und darüber hinaus auf exklusive Automobile spezialisiert. Dazu gehört natürlich auch Porsche. Da wir aus allen Bereichen gut ausgebildete und erfahrene Fachkräfte beschäftigen, können wir Ihr Kaufobjekt nachhaltig und professionell unter die Lupe nehmen. Der technische Zustand wird dabei ebenso untersucht wie der von Karosserie und Lack. Selbstverständlich können wir nach dem Kauf eines Porsches auch jeden Kundendienst fachmännisch durchführen, damit sich auch zukünftig keine Qualitätsmängel bei ihrem automobilen Goldstück einschleichen können.