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Der Porsche 911 ist eine automobile Erfolgsgeschichte, wie es sie ein zweites Mal wohl nicht gibt. Nicht einmal der VW Käfer konnte seinen einstigen Riesenerfolg fortsetzen, ist er seit dem New Beetle doch nur noch ein Pkw wie jeder andere. Beim Porsche aber steht der Name bei allen Autofreunden für Sportwagen erster Klasse. Lange rätselten Experten, worin der ungemeine Erfolg begründet liegt. Es ist wohl der Mix aus reinrassigem Sportler und durchaus alltagstauglichem Familienauto. Seit 50 Jahren begeistern die Sportler aus dem baden-württembergischen Zuffenhausen Oldtimer-Freunde, Rennfahrer und Neuwagenbesitzer gleichermaßen.

- Porsche 911 -Die Entwicklungsgeschichte vom Porsche 911

Bereits der von 1948 bis 1965 produzierte Porsche 356 war ein ausgesprochen großer Erfolg. So groß, dass 356er und 911er über einen Zeitraum von zwei Jahren parallel angeboten wurden. Das lag vor allem daran, dass der Preisunterschied erheblich war und Porsche seine bisherigen Kunden nicht vergraulen wurde. Daher wurde 1966 auch der wenig bekannte Porsche 912 eingeführt. Der 912er ist optisch mit dem Ur-911er identisch, allerdings hatten die ersten Modelle nur drei Rundinstrumente und im Heck werkelte der 90 PS Vierzylinder mit 1,6 l Hubraum aus dem 356er. Er sollte eine günstige Alternative zum teureren Elfer bleiben. Zwar wurde er 1969 wieder eingestellt, doch 1976 wurde er für den US-Markt als 912 E nochmals aufgelegt.

Ein Sportwagen mit großem Erfolgspotenzial- der Porsche 911

Dennoch wurde der Neunelfer ein großer Verkaufsschlager – mehr als 81.000 Fahrzeuge wurden bis 1973 abgesetzt. Obwohl die Laufzeit offiziell von 1963 bis 1974 lautet, verließ der erste 911 das Werk erst 1964. Schon dieser Ur-Porsche hatte einen wassergekühlten Boxermotor mit sechs Zylindern. Über viele Jahrzehnte sollte dieser Motor mit 2,0 l Hubraum den 911er prägen. Ein Jahr später kam der 911 S hinzu, der nun 160 PS hatte, das Einstiegsmodell war nun der Porsche 911 L. Erkennungsmerkmal des S waren die Fuchs-Felgen.

1966 kam ein drittes Modell hinzu, das nun Einstiegsmodell werden sollte – der 911 T. Wieder drei Jahre später stieg der Hubraum von 2 auf 2,2 l, dann auf 2,4 l. 1972 hatte das Topmodell 190 Pferdestärken und galt somit als das schnellste Serienfahrzeug Deutschlands.

- Porsche 911 Cabrio Restauration -Der erste 911 Carrera kommt

Die Modellpalette umfasste zunächst das Coupé, 1965 kam der Targa hinzu, wobei zunächst auch das restliche Heckverdeck abgenommen werden konnte. Ein spektakuläres Autorennen in Mexiko, die Carrera Panamericana, war dann 1972 namensgebend für das erste echte Rennsportmodell – der Porsche Carrera 911 RS war als Carrera 911 2.7 RS geboren. Der Carrera RS war auf 500 Fahrzeuge limitiert, allerdings war der Supersportwagen ein echter Verkaufsschlager, sodass weitere 1.000 Fahrzeuge gebaut wurden, dazu kamen noch einige Werks-Carrera. Dieses Fahrzeug hatte erstmals den später beim Turbo-911 wieder zu findenden großen Heckspoiler.

Der Porsche 911 G

Die Bezeichnung 911 stammt von den internen Entwicklungsnummern ab, so auch noch die heutigen Bezeichnungen. Ursprünglich war der 911 eigentlich ein 901er, doch Peugeot sicherte sich die Rechte an allen dreistelligen Zahlenkombinationen mit einer mittleren “0”. Ab 1968 wurden die Baujahre ergänzend durch einen Buchstaben gekennzeichnet, also für das erste Jahr mit “A”. Der Buchstabe “I” wurde jedoch nie verwendet. Auch Porsche musste nach fast einem Jahrzehnt sein Erfolgsmodell weiterentwickeln. Die auffälligsten Veränderungen gab es ab dem Baujahr 1974, was auch der Jahresbezeichnung “G” entspricht. Zwar war das nicht wirklich ein Generationenwechsel, doch ab nun wurden sämtliche 911 umgangssprachlich als 911er G oder G-Modell 911er betitelt.

- Porsche 911 -Die erste umfassende Neugestaltung beim Porsche 911 G-Modell

Insbesondere die Stoßstange wurde stark verändert. Sie wurde wuchtiger und erhielt Plastikfaltbälger an den Endspitzen. Für die US-Modelle war darin ein Dämpfer verborgen, der für europäische Modelle nachgerüstet werden konnte. Doch auch die Motorleistungen wurden nun angepasst. Es gab den 911 (150 PS), 911 S (175 PS) sowie den 911 Carrera (210 PS) mit nunmehr 2,7 l Hubraum. Der Carrera hatte die Motorentechnik des vorigen Carrera RS, später wurde der Hubraum auf 3 l angehoben. 1978 wurden die Modelle auf 911 SC und 911 Turbo begrenzt, denn der damalige Porsche-Chef Ernst Fuhrmann wollte den 911er 1981 komplett auslaufen lassen.

Der nächste Chef, Peter Schutz, zeichnete sich aber Gott sei Dank durch Weitblick aus und erkannte das Potenzial des 911ers. So kam stattdessen mit dem 911er Cabriolet mit Allradantrieb ab 1983 eine Produkterweiterung zu Coupé und Targa. 1989 sollte der 911er dann dennoch eingestellt werden. Als Abschluss wurden limitierte Speedster angeboten.

Nach 25 Jahren Bauzeit ein erstmals wirkliches Nachfolgermodell: der Porsche 964

Der nun folgende Porsche 964 sollte eigentlich als solcher vermarktet werden, doch die Bezeichnung 911 stand inzwischen nicht mehr nur für diese Baureihe. Vielmehr ist es das Synonym für Porsche Sportfahrzeuge. Also wurde der 964er auch als 911er angeboten. Diese Baureihe sollte deutliche Veränderungen in der Technik aufweisen. Optisch wurde der 911er eleganter, allerdings trotzdem nur vorsichtig angepasst. Neben einem neuen Fahrwerk und damals neuen Sicherheitssystemen wie ABS und Airbags waren es insbesondere Motoren und Getriebe, die spürbare Veränderungen erlebten.

- Porsche 911 Targa -Basierend auf der ab Ende der 60er bekannten Sportomatic erschien die Tiptronic. Den Carrera gab es nun als Carrera 2 (Heckantrieb) oder Carrera 4 (Allrad), der Hubraum wuchs an auf 3,3 l bzw. 3,6 l. Neben Coupé, Targa und Cabrio gab es nun auch einen Speedster in Serie. Der Innenraum wurde komfortabler und das auffälligste äußere Kennzeichen war das an die Karosserieführung angepasste Heckleuchtenband. Außerdem wurde im 964er erstmals der versenkte Heckspoiler verwendet, der bei 80 km/h automatisch ausfährt.

Definitiv der letzte 911er – der Porsche 993

Je nach Betrachtungsweise ist für viele der 964 der letzte wahre 911er, für andere ist es der 1993 erschienene Nachfolger 993. Zum Teil der letzte wahre 911er, weil es der letzte 911er mit den hoch ausgestellten Kotflügeln war, die vorne in den Scheinwerfern mündeten. Beim nun aufgelegten Nachfolgermodell Porsche 993 waren die auch Torpedorohre genannten Kotflügel sichtlich flacher. Für andere wiederum ist jedoch der 993 der letzte echte 911er Porsche, denn er trägt die letzte Weiterentwicklung des luftgekühlten Boxer-6-Zylindermotors im Heck. Insgesamt lässt sich in der Tat sagen, dass die Karosserie des 993er Porsche 911 wirklich harmonischer und einfach stimmig wirkt.

Ferry Porsche bezeichnet den 993 als ausgereiften 911er

Dazu tragen auch die nun verwendeten Polyellipsoid-Scheinwerfer bei. Selbst der Designer des 911ers, Ferry Porsche sagte einst sinngemäß, nun ist der Porsche 911 ein reifes, entwickeltes Automobil. Tatsächlich war der luftgekühlte Boxermotor nun maximal weiterentwickelt. Insbesondere die jetzt verwendeten Hydrostößel sorgten bei den Besitzern für Begeisterung, denn das kostspielige Einstellen des Ventilspiels alle 20.000 km entfiel endlich. Überhaupt war der gesamte Kundenservice deutlich preiswerter als noch beim Vorgängermodell 964. Darüber hinaus gilt der 993er als begehrtes Sammlerfahrzeug, denn die gesamte Technik ist ausgereift und wenig anfällig. Mit dem 993er lebten auch die 911 S wieder auf.

- Porsche 911 -Der markante Stilbruch: Porsche 996

1997 kennzeichnet für viele Freunde und Anhänger des Neunelfers einen Stilbruch des Stuttgarter Autobauers. Im Prinzip ist die gesamte Karosserie vom 996 ein neues Design und nicht mehr auf dem des 911 basierend. Dazu der nun wassergekühlte Boxermotor mit ebenfalls 6 Zylindern und ein wenig das Image eines “Billig-Porsches”, denn aus Kostengründen heraus wurden die Scheinwerfer vom Porsche Boxster verwendet. Demnach ist die Abgrenzung zu diesem wesentlich günstigeren Modell schwierig. Auch von der durchgehenden Heckleuchte verabschiedete sich Porsche und gibt auch dem Heck des längeren Sportwagens ein völlig neues Aussehen. Im Innenraum fällt vor allem auf, dass die fünf Rundinstrumente nun durch halbrunde Instrumente ersetzt wurden. Außerdem hielten viele Sicherheits- und Komfort-Features Einzug. Darunter das oftmals gescholtene Porsche-Navi. Er Hubraum blieb nahezu unverändert. Der Turbo-911er hatte wieder 3,6 l, die Carrera Modelle allerdings 3,4 l.

Der Versuch, doch wieder am 911-Konzept anzuknüpfen: der 997

Ab 2004 gab es dann den Porsche 997. Zwar basierten die Veränderungen immer noch auf dem 996er, aber auch einige Elemente, die einen typischen 911 ausmachen, kamen wieder zurück. So beispielsweise runde Scheinwerfer. Die Heckleuchten wurden verschmälert und bilden so einen Kompromiss zwischen 993 und 996. Bei den Carrera Modellen wurden zudem die Heckkotflügel wieder verbreitert. Ansonsten hieß es beim 997 vor allem verbessern, denn der ab dem 996 eingeführte, wassergekühlte Motor war nicht ganz frei von Kinderkrankheiten. Die wurden zwar zum Teil schon mit der Modellpflege behoben, doch nun handelte es sich erstmals um einen tatsächlich wieder robusten Motor. Die Motorisierungen lagen nun zwischen 3,6 l und 3,8 l (Carrera S und Carrera 4S).

- Porsche 911 -Die aktuelle Baureihe Porsche 991

2013 wurde dann die inzwischen siebte Generation des 911ers aufgelegt – der Porsche 991 ist angetreten. Auch er ist dem Vorgängermodell sehr ähnlich, allerdings sind die Frontlufteinlässe massiver, am Heck befinden sich noch schmälere LED-Leuchten. Beim Fahrwerk gibt es jetzt eine Hinterachslenkung für den Turbo. Überhaupt wirkt das gesamte Heck jetzt stimmiger, auch die Front erinnert im Design stärker an 911er.